CT-Symposium Garmisch 2016 – Denk ans Dosismanagement!

CT-Symposium Garmisch 2016 – Denk ans Dosismanagement!

Die Umsetzung der EURATOM-Richtlinie 2013/59 zum Strahlenschutz von Patienten erfordert eine Protokollierung der Strahlendosis während einer CT-Untersuchung. Michael Wucherer, Medizinphysiker, ging bei seinem Vortrag auf die Vorteile einer Dosismanagement-Software ein.

  • Datum:
    12.02.2016 7 Kommentare
  • Autor:
    biho/ktg
  • Quelle:
    9. Internationales Symposium Mehrschicht CT 2016

Michael Wucherer, Klinikum Nürnberg
„Strahlendosis EURATOM“
Lunchsymposium Bayer Vital GmbH, 22.1.2016


„Radiologen füttern schon länger Ihre Daten in virtuelle Archivierungssysteme“, sagte Wucherer. Der DICOM Standard (Digital Imaging and Communications in Medicine) dient hierbei als herstellerunabhängige Plattform zur Übertragung und zum Austausch medizinischer Bilddaten und patientenbezogener Informationen zwischen PACS (Picture Archiving and Communication System) und RIS (Radiology Information System) für die Bildbetrachtung, Befundung und das Patientenmanagement. Die Systeme sollen für einen reibungslosen Arbeitsablauf sorgen. Für die künftig gewünschte Dosisdokumentation und -überwachung eignen sie sich jedoch nicht.

Stichwort Dateninterpretation
„Die Richtlinie 2013/59/EURATOM des Rates muss bis zum 6. Februar 2018 umgesetzt worden sein“, sagte Wucherer. „Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit BMUB und die Strahlenschutzkommission SSK haben sich Gedanken über die aufzuzeichnenden Daten gemacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass zum Beispiel bei einer CT die Aufzeichnung des Dosis-Längenproduktes DLP und der CT-Dosisindex CTDIvol nicht aussagekräftig genug sind. Alle verfügbaren Daten müssen interpretiert werden.“ Dies kann eine Dosismanagement-Software wie Radimetrics von Bayer leisten.

Stichwort Dosisoptimierung
Die von Bayer entwickelte Software Radimetrics empfängt die Daten der bildgebenden Geräte, sammelt sie auf einem Server und analysiert diese. „Die Daten können nach verschiedenen Gesichtspunkten ausgewertet werden“, sagte Wucherer.
 
So fallen bei der Darstellung aller Scans und ihrer Strahlendosis die so genannten „Ausreißer“ mit überdurchschnittlich hoher Dosis sofort auf. Die Berechnung der kumulativen, patientenspezifischen Strahlenbelastung ist ebenso möglich wie die der organspezifischen Strahlendosis. Die Software erlaubt auch die Festlegung von Referenzwerten, bei deren Überschreiten der Versand einer E-Mail („alert“) ausgelöst wird. „Radimetrics kann Ihnen helfen, verschiedene Fragen zu beantworten“, sagte Wucherer. „Wie gut ist mein Dosisprotokoll optimiert? An welcher Schraube kann gedreht werden, um die Dosis zu verringern?“

„Für die Protokolloptimierung sollten Sie einen Medizinphysiker hinzuziehen“, sagte Wucherer. „Auch das steht in der neuen Verordnung, im Artikel 58.“ Die Software erlaubt auch eine Protokollsimulation nach Änderung verschiedener Parameter.

Inwiefern Radimetrics die Meldeaufgaben für Radiologen übernehmen kann, stellte Wucherer zur zukünftigen Diskussion.

Zu den Vortragsfolien „Strahlendosis – EURATOM“ von Michael Wucherer, Institut für Medizinische Physik, Klinikum Nürnberg

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