Empfehlungen für kontrollierte Strahlenexposition

Empfehlungen für kontrollierte Strahlenexposition

Das integrierte Dosismanagement mit DAQS dokumentiert die relevanten Parameter für Strahlenexposition und Kontrastmitteleinsatz, erlaubt umfassende Analysen und trägt zur Entlastung in den Arbeitsabläufen bei.

  • Datum:
    28.01.2014 0 Kommentare
  • Autor:
    mh/ktg
  • Quelle:
    CT-Symposium Garmisch 2014
Marc Jopek, Bayer HealthCare
24.01.2014 - Bayer Lunch Symposium


DAQS – Das 360° Informationssystem
Ein integriertes Dosismanagement für Kontrastmittel und Strahlenexposition auf einer gemeinsamen Plattform – so lautet die Zielsetzung für DAQS, die „Dose Analyzing and Quality Solution“ von Bayer. Der lautliche Anklang an PACS ist Programm, denn DAQS versteht sich als Teamplayer für das PACS.

Das System habe Vorteile für den gesamten Diagnoseprozess, schilderte Marc Jopek von Bayer HealthCare. Es helfe, Dosisreduktion langfristig umzusetzen, ohne dabei jedoch den administrativen Aufwand zu vergrößern, denn das System arbeitet überwiegend automatisiert im Hintergrund.

DAQS erlaubt die Analyse zahlreicher Parameter, unterstützt bei der Abrechnung und beschleunigt den Workflow. Durch Standardisierung von Prozessen und neue Möglichkeiten für effiziente Schulungen trägt es zur umfassenden Qualitätskontrolle bei. „Mit dem neuen Schulungskonzept schaffen Sie im Team ein neues Bewusstsein für das Dosismanagement“, sagte Jopek. Schließlich profitiert auch die Sicherheit der Patienten, denn lückenlose Dokumentation und Zugriff auf kumulierte Daten erlauben aussagekräftige Analysen des eigenen Arbeitens und sorgen in der Abteilung für eine erhöhte Dosissensibilität, so Jopek.

Praktischer Einsatz von DAQS
Das System unterstützt bereits bei der Untersuchungsplanung und der Auswahl des am besten geeigneten Scanner-Protokolls. Es stellt dem Untersucher individuell angelegte Injektionsprotokolle zur Verfügung und stützt auch die Durchführung der Untersuchung. Anschließend erlaubt es auszuwerten, ob die Untersuchungen selbst gesetzten Qualitätsstandards genügt hat.

Zwei Bausteine: Certegra und Radimetrics
DAQS besteht aus zwei Hauptelementen: Certegra und Radimetrics.

„Certegra ist als Update des CT-Injektors Stellant zu verstehen“, so Jopek. Die Standardisierung von Prozessen sei beispielsweise hilfreich, wenn jemand Nachtschicht habe, der länger nicht mehr am CT gearbeitet habe. Durch die automatisierte Datenübergabe an die Abteilungs-IT verringere sich der Verwaltungsaufwand, ein händisches Notieren und nachträgliches Eingeben der Protokolldaten sei nicht mehr nötig.

Certegra dokumentiert sämtliche Injektionsparameter, das verwendete Kontrastmittel, Druckverläufe und einiges mehr. Durch gezielte Analysen trägt es zu einem wirtschaftlichen Umgang mit Kontrastmittel bei.  

Radimetrics erlaubt einen einfachen Zugriff auf die Strahlendosiswerte, die in der IT an unterschiedlichen Stellen abgelegt sind. Es bietet unter anderem den Zugriff auf effektive Dosis und Dosislängenprodukt, auf historische Daten und kumulierte Dosisauswertungen. Radimetrics erlaubt Protokollanpassungen aufgrund vorausgegangener Untersuchungen und trägt zur Sicherung der Bildqualität bei.

Die integrierte Dosimetrie lässt sich sowohl für interne Schulungen als auch zur Protokoll-Optimierung nutzen. Zu Schulungszwecken lassen sich auch der Scanbereich virtuell ändern und die Auswirkungen auf die Effektive Dosis ablesen.

„Den größten Nutzen erzielt man, wenn Certegra und Radimetrics auf einer gemeinsamen Plattform laufen“, sagte Jopek. So lassen sich beispielsweise individuelle Dosisakten für einzelne Patienten erstellen. Herzstück sei jedoch der Protokoll-Manager: Die digital hinterlegten Protokolle bieten Unterstützung im gesamten Haus und helfen so, bestimmte Protokolle weiter zu etablieren.

Fazit
„DAQS liefert Ihnen viele zusätzliche Daten, ohne Sie mit Informationen zuzuschütten“, fasste Jopek zusammen. Durch den definierten Pool an Protokollen trage es zur Qualitätssicherung bei, und durch Schnittstellen und Automatisierung verringere es den administrativen Aufwand für die Anwender.

Diskussion
„Das System bietet ein großes Potenzial, denn wir sind alle angehalten, stets nur die niedrigst-mögliche Dosis zu verwenden – und hier haben wir ein wertvolles Tool dafür“, resümierte der Symposiumvorsitzende, Marco Das von der Universität Maastricht.

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