High-End-Hybrid-OP für Uniklinikum Dresden

High-End-Hybrid-OP für Uniklinikum Dresden
Zwei Professoren und eine OP-Schwester an der neuen Angiographieanlage des neuen Hybrid-OP im Dresdner Uniklinikum (©Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer)

Einen Hybrid-Operationssaal mit neuester Röntgentechnologie hat die Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Thorax­chirurgie des Uniklinikums Dresden in Betrieb genommen.

  • Datum:
    11.01.2018
  • Autor:
    H. Ostermeyer (mh/ktg)
  • Quelle:
    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Das in der zweiten Januarwoche 2018 in Betrieb genommene, strahlungsarme Angiographiegerät kommt den Patienten ebenso zugute wie den Chirurgen, denn die Kathetereingriffe finden unter laufender Röntgenkontrolle statt. Die neue Anlage liefert trotz niedriger Dosis und verringerter Kontrastmittelgabe höher aufgelöste Bilder. Zudem sorgt die komplexe Steuerung der Angiographieanlage dafür, dass sich Patienten dem Eingriff entsprechend optimal positionieren lassen. Eine weitere Besonderheit stellt der auf von einem Roboterarm geführte C-Bogen dar. Durch dessen hochbewegliche, intelligente Führung lassen sich Röntgenbilder aus jeweils optimalen Positionen erstellen.

„Die intelligente Vernetzung moderner Bildgebungsverfahren mit allen anderen Geräten sorgt dafür, dass wir noch präziser, sicherer und dabei noch schonender operieren können. Die jetzt in Betrieb genommene High-End-Angiographieanlage ist dabei nur ein erster Schritt. Von ihr werden nicht ausschließlich Gefäßpatienten profitieren, sondern auch Krebskranke“, sagt Prof. Jürgen Weitz, Direktor der Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie.

Der Begriff „Hybrid-OP“ steht für einen modernen Operationssaal der mit Geräten medizinischer Bildgebung kombiniert wird. In einem solchen Saal lassen sich beispielsweise auch bei offenen OP Röntgenbilder anfertigen und Interventionen mit Kathetern vornehmen. Neben den mit Angiographieanlagen ausgestatteten OPs wird das Dresdner Uniklinikum ab Herbst 2018 auch zwei OP-Säle in Betrieb nehmen, die direkt an einen sterilen, mit einem MRT ausgestatten Raum verbunden ist.