Mit fMRT menschliche Kreativität vorhersagen

Mit fMRT menschliche Kreativität vorhersagen

Internationale WissenschafterInnen konnten zeigen, dass die Konnektivitätsmuster im Gehirn Aussagen über die Kreativität erlauben.

  • Datum:
    06.02.2018
  • Autor:
    G. Pichler (ch/ktg)
  • Quelle:
    Karl-Franzens-Universität Graz

„Interessanterweise interagieren beim kreativen Denken bestimmte Netzwerke, die sonst eher unabhängig sind oder sogar gegenläufig agieren. Und bei kreativen Personen ist dieses Zusammenspiel stärker ausgeprägt, sodass sogar eine Vorhersage von individuellen Unterschieden in der Kreativität möglich ist“, erklärt Mathias Benedek vom Institut für Psychologie an der Karl-Franzens-Universität Graz.

Benedek und sein Kollege Andreas Fink gingen mit KollegInnen aus China und den USA der Frage nach, was im Gehirn beim kreativen Denken passiert und was weniger kreative von kreativen Menschen unterscheidet.

Die WissenschafterInnen konzentrierten sich bei ihren Tests auf die aktive Zusammenarbeit unterschiedlicher Gehirnregionen. Sie nutzten für die Datenerhebung die funktionelle Magnetresonanztomographie.

„Besonders bemerkenswert ist, dass in dieser Arbeit die kreative Denkleistung von Personen über vier unabhängige Datensätze aus China, den USA und Österreich hinweg in konsistenter Weise vorhergesagt werden kann“, ergänzt Fink.

Die Ergebnisse wurden Ende Januar in einer gemeinsamen Publikation unter Federführung der Universität Harvard im Fachjournal PNAS veröffentlicht.