Entzündliches Rheuma: Sport vor dem Gelenk-Ultraschall erschwert Diagnose

Entzündliches Rheuma: Sport vor dem Gelenk-Ultraschall erschwert Diagnose

Wer sich bei Verdacht auf entzündliches Rheuma einem Gelenkultraschall unterzieht, sollte vorher auf Sport verzichten, denn dies kann die Diagnose erschweren.

  • Datum:
    22.03.2016
  • Autor:
    A. Julia Voormann (mh/ktg)
  • Quelle:
    Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
Ultraschalluntersuchungen spielen sowohl in der Diagnostik als auch bei der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis eine entscheidende Rolle: Sie ermöglichen es, frühzeitig entzündliche Prozesse an Gelenk und Knochen aufzudecken, und sie geben Hinweise darauf, welche Therapie die richtige ist.

„Um Unsicherheiten auszuschließen, sollte man vor einem Gelenkultraschall ein paar Ruhetage einlegen“, sagt Professor Dr. Marina Backhaus, Chefärztin Innere Medizin – Rheumatologie und Klinische Immunologie an der Berliner Park-Klinik Weißensee. Sie verweist auf eine Studie aus Spanien: Die Wissenschaftler hatten bei Probanden, die sich am Vortag körperlich betätigten, deutlich häufiger Hinweise auf eine Gelenkinnenhautentzündung registriert als bei Kontrollpersonen. „Eine solche Synovitis kann Folge einer rheumatischen Erkrankung sein, muss es aber nicht“, erklärt Backhaus. Manchmal sei die Ursache – wie bei einer Sehnenscheidenentzündung – nur eine Überanstrengung oder Überreizung.