CTA bei pAVK: Einflussfaktoren auf das Enhancement der A. poplitea

CTA bei pAVK: Einflussfaktoren auf das Enhancement der A. poplitea

PatientInnen-Charakteristika beeinflussen den Gefäßkontrast in den unteren Extremitäten. Eine Anpassung der Kontrastmitteldosis an individuelle PatientInnen-Daten scheint sinnvoll.

  • Datum:
    06.09.2018
  • Journal:
    Korean J Radiol. 2018;19(2):265-71.
  • Titel:
    Effect of Patient Characteristics on Vessel Enhancement at Lower Extremity CT Angiography
  • Autor:
    Masuda T et al.
    Zur Originalstudie

Zehn Prozent der PatientInnen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) entwickeln eine kritische Ischämie in den Extremitäten. Bei der Diagnostik ist die Kontrastmittel(KM)-verstärkte computertomographische Angiographie (CTA) mit standardisierter KM-Dosis und KMFlussrate immer häufiger die Bildgebung der ersten Wahl.

Takanori Masuda vom Tsuchiya General Hospital in Hiroshima, Japan, und KollegInnen untersuchten in einer prospektiven Studie, ob die Kontrastmitteldosis individuell auf die die PatientInneneigenschaften abgestimmt werden sollte.

Methode

Masuda et al. schlossen 58 Frauen und 98 Männer in ihre Studie ein. Alle PatientInnen erhielten eine CTA mit 85 ml Iohexol (300 mg Iod/ml) und einer Flussrate von 3 ml/s.

Die Wissenschaftler definierten auf Kniehöhe eine Region of Interest (ROI) für die A. poplitea und deren dortigen Äste. Das Enhancement in dieser Region beurteilten die Befunder auf drei aufeinander folgenden CT-Bildern anhand der CT-Zahlen (Hounsfield Skala).

In der anschließenden Korrelationsberechnungen gingen Alter, Geschlecht, Gewicht, Größe, Body-Mass-Index, Körperoberfläche (KOF), fettfreie Körpermasse und Herzzeitvolumen (HZV) der PatientInnen sowie die CT-Zahlen der A. poplitea ein.

Ergebnisse

Die multivariate Regressionsanalyse zeigte, dass KOF, HZV und das Alter der PatientInnen Prädiktoren für das Enhancement sind (βBSA= -0,49, βCO= -0,24 und βAlter= 0,16, p< 0,001 für BSA und CO und p< 0,05 für Alter). Das Scan-Delay beeinflusste den Gefäßkontrast nicht.

Fazit

Die Autoren empfehlen die Menge des Kontrastmittels einer CTA der unteren Extremitäten an individuelle Patientenparameter anzupassen. Als relevante Einflussgrößen für das Enhancement nennen sie Alter, Körperoberfläche und Herzzeitvolumen der PatientInnen.

Weitere Untersuchungen müssen diese Aussagen noch bestätigen.

anho/ktg
06.09.2018