Wie erreicht man eine gleichbleibend hohe diagnostische Bildqualität?

  • Datum:
    29.04.2020

Bei kontrastverstärkten CT-Scans, insbesondere in der CT-Angiographie (CTA), ist die Bildqualität wichtig, um sicherzustellen, dass diagnostische Fragestellungen korrekt und schnell beantwortet werden können.

Effizienz bei jeder Untersuchung

  • CT-CON, eine kürzlich veröffentlichte große prospektive multizentrische Studie, bestätigte, dass die Iodeinbringungsrate (IER) ein Schlüsselparameter für effiziente diagnostische Ergebnisse in der CT-Angiographie bei gleichzeitiger optimierter Kontrastmittelnutzung ist.1

  • Ultravist®-300 ist aufgrund seiner niedrigen Viskosität gut für die Anwendung gemäß dem Prinzip der IER geeignet.1

  • Bayer bietet Produkte und Dienstleistungen zur Implementierung von IER-Protokollen in Ihrer klinischen Routine.

Die IER ist ein wichtiger Faktor für die Bildqualität

  • CT-CON bestätigte, dass die IER ein wichtiger Faktor für die Bildqualität und die diagnostische Effizienz der CTA ist.1

  • In der CTA ist die Bildqualität besonders wichtig:
    • Die allgemeine diagnostische Genauigkeit beruht auf einer ausreichenden intravaskulären Kontrastierung2, die für die Bewertung der klinisch relevanten kleineren Gefäße wichtig ist.1,3

  • Die gewünschte IER wird erreicht, indem Kontrastmittelkonzentrationen und Flussraten flexibel angepasst werden.1
Iodeinbringungsrate (g I/s)
Iodkonzentration (mg I/mL) x Flussrate (mL/s) Identische IER

Abbildung 1 Mit unterschiedlichen Iodkonzentrationen lässt sich durch entsprechend angepasste Flussraten die gleiche Iodeinbringungsrate erzielen.

Abbildung 2 Vergleich der CT-Werte bei "One-Size-Fits-All"-Protokollen und individualisierten (d. h. gewichtsadaptierten) CT-Protokollen.5

Der Patient im Fokus

  • Die häufig verwendeten „One-Size-Fits-All“-Protokolle mit festem Kontrastmittelvolumen berücksichtigen nicht das individuelle Körpergewicht des Patienten.4

  • Deswegen kann die Verwendung dieser Standardprotokolle zu unzureichender Kontrastierung bei Patienten mit einem hohen Körpergewicht sowie zu Aufhärtungsartefakten bei Patienten mit einem geringen Körpergewicht führen.5

  • Hendriks et al. zeigten, dass, im Vergleich zu einem fixen „One- Size-Fits-All“-Protokoll, die Verwendung individualisierter gewichtsadaptierter Kontrastmittelprotokolle eine diagnostische und robuste Verbesserung der  Notfall-CT-Lungenangiographie und eine erhebliche Reduzierung des Kontrastmittelvolumens bei Patienten mit geringerem Körpergewicht ermöglicht.5

  • Durch die Berücksichtigung der richtigen IER sowie patientenindividueller Faktoren lässt sich die Kontrastmittelgabe optimieren und eine konsistente Bildqualität in der CTA erreichen.1,5

Kontrastmittel mit höherer Iodkonzentration erfordern einen höheren Injektionsdruck

  • CT-CON hat gezeigt, dass Kontrastmittel mit einer höheren Iodkonzentration und hierdurch bedingter erhöhter Viskosität einen höheren Injektionsdruck benötigen, um intravasal appliziert zu werden.1

  • Kontrastmittel mit geringerer Viskosität lassen sich aufgrund des niedrigeren Injektionsdrucks besser applizieren.4,7

  • Eine hohe Viskosität erschwert die Kontrastmittelgabe bei höheren Flussraten.3

Abbildung 3 Einfluss der Viskosität auf den maximalen Injektionsdruck bei unterschiedlichen Kontrastmitteln. *p<0,051

Abbildung 4 Verhältnis der von CT-CON untersuchten Kontrastmittelkonzentrationen zu ihrer Viskosität bei 37° C gemäß den jeweiligen Fachinformationen.8-10

Anwendung von IER-Protokollen mit Ultravist®

  • Ultravist® ermöglicht ein hohes Maß an Flexibilität bei der Implementierung optimaler IER-Protokolle* mit höheren Flussraten, ohne den Patientenkomfort zu beeinträchtigen.1,7

  • Sowohl Ultravist®-300 als auch -370 haben eine relativ geringe Viskosität in Bezug auf ihre Iodkonzentration, was einen höheren maximalen Injektionsdruck bei gleichen Flussraten erlaubt.1

  • Ultravist® hat ein vorteilhaftes Verhältnis von Iodkonzentration zu Viskosität.10

Patientenkomfort

  • Bei niedrigviskösen Kontrastmitteln lassen sich zudem Katheter mit einem geringeren Durchmesser nutzen. Dies ist im klinischen Alltag vorteilhaft, da Katheter mit größerem Durchmesser z. B. nach einer Chemotherapie oder bei älteren oder adipösen Patienten häufig nicht geeignet sind und die maximal erreichbare Flussrate bei höheren Viskositäten begrenzt ist.11
  • In der Routine werden standardmäßig bei ca. 83 % der Patienten Katheter mit einem geringeren Durchmesser (z. B. 18 G) verwendet.11
  • Die maximal erreichbare Flussrate kann bei höheren Viskositäten begrenzt sein, was gleichzeitig auch die Anzahl praxtistauglicher IER-Protokolle einschränkt.*
  • Kolbenbasierte Power-Injektoren wie MEDRAD® Centargo und MEDRAD® Stellant wurden für hohe Einspritzdrücke entwickelt, um die für anspruchsvollere Protokolle erforderlichen hohen Durchflussraten zu erreichen.11, 12
* Auch wenn einige IER-Protokolle niedrige bis mittlere Flussraten erfordern, können bei bestimmten kardiologischen Protokollen Flussraten von bis zu 7 ml pro Sekunde erforderlich sein.11

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Zusätzlich zu Ultravist® und den MEDRARD®-Injektoren entwickelt Bayer Produkte und Dienstleistungen, die Sie bei Ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

  • Intelligente Protokolloptionen für MEDRAD®-Injektoren unterstützen die Verwaltung von Kontrastmittelprotokollen durch Berechnung der patientenindividuell benötigten Iodmenge, Injektionsdauer und Flussrate.

  • Die Ultravist®-Flaschen sind jetzt mit einem speziellen QR-Code versehen, der die Dokumentation erleichtert und beschleunigt.

  • Protokollanpassungen sind eine herausfordernde Aufgabe. Das Bayer-Applikationsteam unterstützt Sie bei der Integration effizienter Protokolle und Prozesse in Ihre tägliche Routine.

Literatur

  1. Rengo M, Dharampal A, Lubbers M, et al. Impact of iodine concentration and iodine delivery rate on contrast enhancement in coronary CT angiography: a randomized multicenter trial (CT-CON). Eur Radiol. 2019 Nov;29(11):6109-6118.
  2. Behrendt FF, Pietsch H, Jost G, et al. Identification of the iodine concentration that yields the highest intravascular enhancement in MDCT angiography. AJR Am J Roentgenol. 2013;200:1151–1156.
  3. Faggioni L, Gabelloni M. Iodine Concentration and Optimization in Computed Tomography Angiography: Current Issues. Invest Radiol. 2016 Dec;51(12):816-822. Review.
  4. Bae KT. Intravenous contrast medium administration and scan timing at CT: considerations and approaches. Radiology. 2010;256:32–61.
  5. Hendriks BMF, Kok M, Mihl C, Bekkers SCAM, Wildberger JE, Das M. Individually tailored contrast enhancement in CT pulmonary angiography. Br J Radiol 2016; 89: 20150850.
  6. Mihl C, Wildberger JE, Jurencak T, et al. Intravascular enhancement with identical iodine delivery rate using different iodine contrast media in a circulation phantom. Invest Radiol. 2013;48:813–818.
  7. Kok M, Mihl C, Hendriks BM, Altintas S, et al. Patient Comfort During Contrast Media Injection in Coronary Computed Tomographic Angiography Using Varying Contrast Media Concentrations and Flow Rates: Results From the EICAR Trial. Invest Radiol. 2016 Dec;51(12):810-815.
  8. Iomeprol prescribing information. https://imaging.bracco.com/sites/braccoimaging.com/files/technica_sheet_pdf/de-de-2018-11-15-spc-Imeron.pdf. Date of access: December 2019.
  9. Iohexol prescribing information. https://www.accessdata.fda.gov/drugsatfda_docs/label/2018/018956s101lbl.pdf. Date of access: December 2019.
  10. Iopromide prescribing information. http://www.mhra.gov.uk/spc-pil/?subsName=IOPROMIDE&pageID=SecondLevel. Date of access: December 2019.
  11. Chaya A, Jost G, Endrikat J. Piston-Based vs Peristaltic Pump-Based CT Injector Systems. Radiol Technol. 2019 Mar;90(4):344-352.
  12. McDermott M et al.Impact of CT Injector Technology and Contrast Media Viscosity on Vascular Enhancement: Evaluation in a Circulation Phantom. Br J Radiol 2020; 93:20190868