Vermittlung von Medizinphysik-Experten

  • Datum:
    09.04.2020

Zielsetzung des Strahlenschutzgesetzes sowie der EURATOM-Richtlinie 2013/59 ist ein patientenbezogener Strahlenschutz in der diagnostischen Radiologie mit Hochdosisverfahren wie CT oder interventionellen fluoroskopischen Verfahren. Dies soll durch die Mitarbeit und Optimierung durch einen MPE gemäß StrSchG §§ 131 und 132 gewährleistet werden. Außerdem ist die Erreichbarkeit eines MPE während der Anwendung gemäß Art. 58 d) Ziffer ii) der Euratom-Richtlinie 2013/59 vorgesehen.

Die Melde- und Informationspflichten nach Strahlenschutzgesetz beinhalten:

  • Ermittlung der Strahlenexposition insbesondere von Schwangeren und Hochexponierten sowie Beratung der zuständigen Ärzte
  • Hilfe bei unverzüglichen Meldungen im Rahmen bedeutsamer Vorkommnisse
  • Analyse von bedeutsamen Vorkommnissen und Beinahe-Vorkommnissen mit einer potenziell unbeabsichtigten medizinischen Exposition
  • Expositionseinschätzung für eingeschlossene Personen in Forschungsvorhaben

Zudem soll die Strahlenanwendung optimiert werden, einschließlich Fragen der Dosimetrie und des Strahlenschutzes der medizinischen Expositionen.

Planen Sie bis 31.12.2022 folgende Punkte anzugehen?

  • Anschaffung eines neuen CT
  • Anschaffung einer neuen Interventionsanlage
  • Einholung einer neuen Teleradiologiegenehmigung
  • Betreiberwechsel und/oder Wechsel des Aufstellungsortes bei einer der oben genannten Anlagen

Dann benötigen Sie einen Medizinphysik-Experten. Ansonsten benötigen Sie diesen erst ab dem 01.01.2023.

Bis 31.12.2022 ist eine Übergangsfrist für Geräte, deren Betrieb vor dem 31.12.2018 angezeigt wurde. Folgende Röntgenanlagen sind nach StrSchG § 14 und StrSchV § 131 und 132 davon betroffen:

  • Computertomographen oder Geräte zur 3D-Bildgebung mit niedrigem Röntgenkontrast
  • Interventionelle Anlagen wie
    • Herzkatheter-Labore
    • Angiographien-Anlagen in der diagnostischen und interventionellen Radiologie und Neuroradiologie
    • Durchleuchtungsanlagen zur Intervention in der Gastroenterologie (ggfs. auf Verlangen der zuständigen Behörde)
    • Durchleuchtungsanlagen zur Intervention in der Urologie (ggfs. auf Verlangen der zuständigen Behörde)
    • Durchleuchtungsanlagen zur Intervention in der Gefäßchirurgie
    • usw.

Häufig lohnt es sich nicht, einen eigenen Medizinphysiker Vollzeit anzustellen. Bayer unterstützt Sie mit dem Service einer Vermittlung an kompetente Partner.

Laut einem Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz vom 12.02.2019 werden folgende Stellenschlüssel angesetzt:

  • 6% einer Vollzeitstelle pro Computertomographie-Anlage und
  • 8% einer Vollzeitstelle für interventionelle Anlagen

Diese Zahlen basieren auf den Abschätzungen der Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik. Somit ergibt sich ein jährlicher Bedarf von:

  • 15 Arbeitstagen/Jahr (= 100 h) pro CT
  • 20 Arbeitstagen/Jahr (= 140 h) pro interventionelle Anlage

Es wird erwartet, dass Vorschriften wie die Euratom-Richtlinie die Zuständigkeiten des Medizinphysikers und die damit verbundenen Aufwände für Institute erweitern. Folgende Beispiele können in etwa als Richtlinie genommen werden für benötigte Medizinphysiker-Kapazitäten in % einer Vollzeitstelle:

Ihr MPE B+C GmbH Die Ihr MPE B+C GmbH , unter Leitung von Uwe Heimann, blickt auf langjährige Erfahrungen im Bereich Patientenversorgung und Forschung in der interventionellen Radiologie und Nuklearmedizin an führenden Universitätskliniken in Deutschland zurück. Die Betreuung erfolgt ausschließlich durch Medizinphysik-Experten mit den entsprechenden Fachkunden im Strahlenschutz.
IhrStrahlenschutz Nürnberg gGmbH Die Strahlenschutz Nürnberg gGmbH als Auftragnehmer ist einer der Pioniere auf dem Gebiet Strahlenschutzwissen im human-medizinischen Bereich. Sie verfügt über eine langjährige Erfahrung im klinischen Bereich.

Mit den Radiologen und Medizinphysikern steht der Strahlenschutz Nürnberg gGmbH ein Expertenteam zur Verfügung, das unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Dr. Reinhard Loose, Dr. Michael Wucherer und Thomas Hertlein, Strahlenschutzkurse durchführt und in Kliniken und Praxen beratend tätig wird. Die Medizinphysiker der Strahlenschutz Nürnberg gGmbH sind in zahlreichen nationalen Gremien, wie z.B. SSK, NAR, AK RöV, Länderausschüsse und Ärztlichen Stellen, wie auch international (ICRP, IAEA, ...) beratend tätig



  • Allgemeine Beratung durch Medizinphysik-Experten
  • Unterweisungen durch MPEs
  • Beratung durch einen MPE beim Betrieb eines CT
  • Beratung durch einen MPE beim Betrieb einer Interventionsradiologieanlage
  • Betreuung von Rettungsstellen CT, Hinzuziehung bei Anwendung 24/7
  • Dosisüberwachung und -management von Röntgeneinrichtungen und nuklearmedizinischen Untersuchungsgeräten
  • Beratung und Unterstützung bei der Integration eines Dosismanagementsystems
  • Einrichtung, Konfiguration, Parametrisierung, Überwachung und Anpassung eines Dosismanagementsystems
  • Beratung durch einen MPE in der Nuklearmedizin
  • Stellung eines MPE als Strahlenschutzbeauftragter
Kontaktieren Sie Ihren Bayer Außendienst-Mitarbeiter oder nutzen Sie das Kontaktformular anbei, wenn Sie Unterstützung durch einen Medizinphysik-Experten benötigen: