ECR 2018 – Neue Technologien, niedrigere Strahlendosis

ECR 2018 – Neue Technologien, niedrigere Strahlendosis

Fortschritte in der CT-Scannertechnologie tragen dazu bei, die Strahlendosis zu reduzieren.

  • Präsentationstag:
    02.03.2018 0 Kommentare
  • Autor:
    ab/cml
  • Sprecher:
    Matthias May, Universitätsklinikum Erlangen
  • Quelle:
    ECR 2018

„Clear Direction in CT – New Standards for Better Patient Care“, Joint Lunch Symposium Bayer/Siemens

Durch den Einsatz modernster Technologie trägt der neue Siemens SOMATOM go.top CT-Scanner dazu bei, die Strahlendosis zu reduzieren, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen.

Mehr Leistung, mehr Kontrast

Matthias May (Universitätsklinikum Erlangen) zeigte, dass durch den Einsatz der leistungsstarken Athlon®-Röntgenröhre (75 kW, bis zu 825 mA) bei CT-Untersuchungen an Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen kontrastreiche Bilder mit 70 kV aufgenommen werden konnten und beim Ganzkörper-CT ein hohes Kontrast-Rausch-Verhältnis mit 80 kV erreicht werden konnte. Die Kombination aus hoher Röhrenleistung und dem modernen Kühlungssystem des SOMATOM go.top ermöglichten Ganzkörper-CTs ohne Verzögerungen oder Unterbrechungen, führte May aus.

Neue Geometrie, mehr Projektionen

Detektoren mit neuer Geometrie und erhöhter Kanaldichte ermöglichten es, mehr Projektionen pro Rotation aufzunehmen, so May weiter. Homogene Bilder von komplexen Strukturen wie der Schädelbasis könnten so auch mit niedriger Strahlendosis aufgenommen werden.

Schnelle Rotationen, effektive Algorithmen und Filter

Schnelle Rotationszeiten von 0,33 Sekunden seien besonders hilfreich für die Segmentierung des Herzens im Niedrigdosis-CT. Abhängig von der Herzfrequenz hätten im Spiral-CT mit 100 kV Strahlendosen von 2 mSv erreicht werden können. Zinn-Filter könnten die Strahlendosis um bis zu 20 % reduzieren.

Algorithmen zur Reduktion von Artefakten durch Metallimplantate (iterative metal artifact reduction, IMAR) seien wichtig für Patienten mit zahntechnischen Produkten. Mittels IMAR könnten die nicht diagnostisch auswertbaren CT-Schnitte um bis zu 82 % reduziert werden. Weitere Möglichkeiten zur Dosisreduktion böten die iterative Rekonstruktion, mit Dosiseinsparungen von 30 %, sowie Dual-Energy-CT-Scanner.

Werde mobil

Die Integration von Tablets und CT-Scanner erlaube es, die Steuerung von einer mobilen Benutzeroberfläche aus vorzunehmen, schilderte May. So könne beispielsweise die Tischhöhe über das Tablet geändert werden, und auch Sprachsteuerung sei möglich. Die so gewonnene Flexibilität eröffne neue Möglichkeiten für CT-gesteuerte Eingriffe. Diese neue Funktionalität „öffnet CT-Systeme für weitere Innovationen des Workflows in naher Zukunft“, so May abschließend.

Fazit

Neue Scannertechnologien, von der Röntgenröhre über den Detektor bis hin zu Algorithmen und Filtern, tragen dazu bei, die Strahlendosis in der CT-Bildgebung zu reduzieren.

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