Protokoll für die Lungen-CT mit Photonen-Counting

Protokoll für die Lungen-CT mit Photonen-Counting
Professor Shin (links) und Dr. Scharm begutachten anhand der CT-Aufnahmen die Struktur (grau), die Belüftung (blau) und die Durchblutung (rot) einer Lunge (© Heike Steinlandt/MHH)

Ein neues Protokoll für die photonenzählende Computertomographie der Lunge macht gleichzeitig Struktur und Funktion sichtbar.

  • Datum:
    04.10.2023
  • Autor:
    S. Zorn (mh/ktg)
  • Quelle:
    Medizinische Hochschule Hannover

Für die photonenzählende Computertomographie hat ein Radiologie-Team der MH Hannover ein CT-Protokoll zur Bildgebung der Lunge entwickelt. Es ermöglicht, die Struktur, die Funktion und die Durchblutung des Organs gleichzeitig in einer Untersuchung darzustellen. Das Verfahren wurde mittlerweile patentiert. Die wissenschaftliche Arbeit veröffentlichten die Forschenden in Radiology.

In der Studie setzten die Forschenden das neue Verfahren bei insgesamt 197 Personen ein, die aufgrund verschiedener Lungenfunktionsstörungen per CT untersucht werden mussten. „Der Scan besteht aus zwei Abschnitten, einer Aufnahme in Einatmung, zu der auch Kontrastmittel verabreicht wird, und einer Aufnahme in Ausatmung nach einer Verzögerung von fünf Minuten“, erklärt Dr. Sarah Scharm, Erstautorin der Studie. „Bei 166 Personen konnten wir alle von der CT abgeleiteten Werte erfassen. Das entspricht einer Erfolgsquote von 85 Prozent.“

Das Protokoll ermöglicht eine hohe regionale Zuordnung von Funktion und Struktur auf ein bis zwei Millimeter genau. Die Qualität der Aufnahmen ist der einer Standard-CT deutlich überlegen.

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