Arthur-Schlossmann-Preis für Jenaer Kinderradiologin

Arthur-Schlossmann-Preis für Jenaer Kinderradiologin
PD Dr. Diane Renz, Oberärztin am Uniklinikum Jena, erhält als erste Kinderradiologin den Arthur-Schlossmann-Preis der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und -chirurgie (©UKJ/Schroll)

Erstmals erhält eine Kinderradiologin die Auszeichnung der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie e.V.

  • Datum:
    31.07.2018
  • Autor:
    U. von der Gönna (mh/ktg)
  • Quelle:
    Universitätsklinikum Jena

PD Dr. Diane Renz, Oberärztin an der Sektion Kinderradiologie am Universitätsklinikum Jena, wurde für ihre Forschungsarbeit zur Verträglichkeit von Magnetresonanz-Kontrastmitteln bei Kindern und Jugendlichen mit dem Arthur-Schlossmann-Preis der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie e.V. ausgezeichnet. Sie ist die erste Kinderradiologin, die den mit 1.500 Euro dotierten Preis erhält. Der Preis würdigt jährlich besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin.

Die Arbeitsgruppe um PD Dr. Renz und Prof. Dr. Hans-Joachim Mentzel, Sektionsleiter der Kinderradiologie am UKJ, hat nun zum ersten Mal in einem Vergleich zwischen einem linearen und einem makrozyklischen MR-Kontrastmittel überprüft, ob sich Gadolinium bei Kindern und Jugendlichen im Gehirn ablagern kann. Die Studienergebnisse zeigen: Während das makrozyklische Kontrastmittel keine Veränderungen im Gehirn verursacht, scheint das linearkettig aufgebaute Kontrastmittel zu solchen Ablagerungen in tiefen Hirnkernen zu führen.

„Dass derartige Ablagerungen Krankheitssymptome verursachen, ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht belegt“, so PD Dr. Renz. Aufgrund ihrer geringeren Stabilität ruht die Zulassung der weniger stabilen linearen MR-Kontrastmittel für die Anwendungen seit ein paar Monaten in Deutschland. „Ähnlich wie bei erwachsenen Patienten müssen daher auch bei Kindern und Jugendlichen stabile makrozyklische Kontrastmittel eingesetzt werden, um Gadolinium-Ablagerungen zu vermeiden“, resümiert PD Dr. Renz. „Wir müssen demnach nicht komplett auf die Gabe von MR-Kontrastmitteln verzichten. Es ist jedoch wichtig, das richtige Kontrastmittel einzusetzen und die Indikationen sorgfältig zu prüfen.“

Zu unserem Interview mit Diane Renz zur kontrastverstärkten pädiatrischen MRT anlässlich des ESPR-Kongresses im Juni 2018