Quantitative Parameterkarten aus PET plus Highspeed-Ultraschall

Quantitative Parameterkarten aus PET plus Highspeed-Ultraschall
Aufnahme eines schlagenden Mäuseherzens mit PETRUS in der parasternalen kurzen Achse (©Prevost J und al., Nature Biomedical Engineering)

Die auf der sonographischen Holographie basierende, superschnelle Ultraschall-Bildgebung akquiriert mehrere tausend Bilder pro Sekunde. In Kombination mit PET liefert sie interessante Daten.

  • Datum:
    27.03.2018
  • Autor:
    M. de Chalup (mh/ktg)
  • Quelle:
    Centre national de la recherche scientifique, Paris

PETRUS nennen französische Forscher die von ihnen entwickelte Hybridbildgebung aus kombinierter PET und sehr schneller Ultraschallbildgebung: Positron Emission Tomography Registered Ultrafast Sonography.

Im Journal ‚Nature Biomedical Engineering’ beschreiben Jean Provost, Institut Langevin Universität Paris Descartes, und Kollegen ihre Erfahrungen mit einem präklinischen Scanner, der die gleichzeitige Datenakquisition mittels PET–CT und ultraschneller Ultraschallbildgebung (UUI) erlaubt. Die auf der Ultraschall-Holographie basierende UUI erlaubt die Akquisition mehrerer tausend Bilder pro Sekunde. Das kombinierte Verfahren liefert dreidimensionale Bilder, auf denen Anatomie, Stoffwechsel, Funktionalität und sogar Elastizität der Organe perfekt übereinander abgebildet sind.

Die Wissenschaftler testeten ihre Methode mit handelsüblichen, nur geringfügig veränderten Geräten. Um die Synchronisation beider Methoden und die Komplementarität der beobachteten Parameter zu prüfen, stellten sie unter anderem Krebstumoren bei Mäusen und die Herzaktivität von Ratten dar. Das Verfahren ermöglicht die simultane Darstellung mehrerer grundlegender biologischer Parameter in Form quantitativer Parameterkarten. So bildet PETRUS die Komplexität der Topologie von Lebewesen noch genauer ab.

Das Verfahren bietet zahlreiche neue Perspektiven, so die Autoren, darunter die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel und Durchblutung von Organen wie Herz, Nieren oder Leber, ein effektiveres Therapiemonitoring in der Onkologie, oder auch die Charakterisierung der Folgen eines Infarkts.